George Hoyningen-Huene: Josephine Baker, 1929 (© George Hoyningen-Huene Estate Archives) und Simone Leigh: Slipcover, 2022–23, Porzellan-, Stahl- und Plastiküberzug (© Simone Leigh, Courtesy Matthew Marks Gallery)
George Hoyningen-Huene Estate Archives | Simone Leigh, Courtesy Matthew Marks Gallery
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Neue Nationalgalerie | Bis 1. Mai 2024 - Josephine Baker - Klischee und Ikone

So etwas hatte die Reichshauptstadt noch nicht gesehen: an Silvester 1925/1926 stand im Nelson Theater am Kürfürstendamm eine Tänzerin aus Paris auf der Bühne, so gut wie nackt, nur mit ein paar Federn bedeckt. Josephine Baker war damals 19 Jahre alt und hatte einen weiten Weg aus den Slums in St. Lois in Missouri hinter sich, wo sie 1906 geboren wurde. Berlin empfing Josephine Baker mit großer Begeisterung und beinahe wäre sie an der Spree geblieben ...

Kunst Aktuell

Rezensionen

Still der VR-Installation des Selbstporträts von Rembrandt aus der Ausstellung "Kunst als Beute. 10 Geschichten" © Jongsma + O'Neill
Jongsma + O'Neill

Humboldt Forum - "Kunst als Beute. 10 Geschichten"

Der "Fall Gurlitt" und die daran anschließende NS-Raubkunst-Debatte hierzulande machte deutlich: Kunst und Kulturgüter sind wie Zeitkapseln, die auch Unrecht aus der Vergangenheit in die Gegenwart tragen können. Inzwischen erforschen öffentliche Sammlungen die Herkunftsgeschichte ihrer Objekte und restituieren sie im Fall von unrechtmäßigem Erwerb. Das Humboldt Forum in Berlin - lange im Zentrum von Diskussionen um eine Rückgabe der "Benin-Bronzen" - beleuchtet das Thema "Kunst als Beute" anhand von "10 Geschichten" in einer Ausstellung, die aus dem Mauritshuis in Den Haag übernommen wurde.

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George Hoyningen-Huene: Josephine Baker, 1929; © George Hoyningen-Huene Estate Archives
George Hoyningen-Huene Estate Archives

Neue Nationalgalerie - "Josephine Baker - Icon in Motion"

Sie war sehr viel mehr als ein Idol im Bananenröckchen: Josephine Baker, die Mitte der 1920er Jahre erstmals auch in Berlin auftrat, war der erste schwarze 'Superstar'. Sie wurde international gefeiert, aber auch angefeindet. Und sie war nicht nur Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin, sondern auch Widerstandskämpferin und Bürgerrechtsaktivistin – kurz: Sie setzte Maßstäbe als „Kulturfigur“.

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George Grosz: "College Girl", um 1958 © Akademie der Künste, Berlin, Kunstsammlung | Estate of George Grosz, Princeton, N.J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Akademie der Künste, Berlin, Kunstsammlung | Estate of George Grosz, Princeton, N.J. / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Das Kleine Grosz Museum - "George Grosz. A Piece of my World in a World without Peace"

George Grosz war einer der bedeutenden Künstler der 1920er Jahre, er hat die Dada-Bewegung mitgegründet und als einer der ersten mit Fotomontage experimentiert. Während des Nationalsozialismus immigrierte der gebürtige Berliner in die USA. Bekannt geworden ist er vor allem mit seinen sozialkritischen Arbeiten, bei denen er von Beginn an auf das Mittel der Satire gesetzt hat. Das Prinzip der Collage spielt in seinem Schaffen eine wesentliche Rolle. Rund 100 seiner Arbeiten sind nun in einer neuen Ausstellung im "Kleinen Grosz Museum“ in Berlin-Schöneberg zu sehen.

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André Masson, Massacre, 1931 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010 / Foto: Jochen Littkemann© VG Bild Kunst, Bonn 2023
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010 / Foto: Jochen Littkemann; © VG Bild Kunst, Bonn 2023

Sammlung Scharf-Gerstenberg - "Mythos und Massaker"

Der Eine gilt als Aushängeschild der abstrakten Moderne in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg, der andere als wichtiger Wegbereiter des Abstrakten Expressionismus: Der in Berlin geborene Maler Ernst Wilhelm Nay und sein französischer Kollege André Masson nahmen beide an den ersten documenta-Ausstellungen in Kassel teil – 1955, 1959 und 1964 – sind sich aber wohl nie persönlich begegnet. Dass ihre Werke dennoch große Parallelen aufweisen, war der Ausgangspunkt für diese Ausstellung, die die beiden erstmals einander gegenüberstellt.

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Ausstellung zur Kunst des britischen Streetart-Künstlers Banksy (Quelle: rbb/Marvin Wenzel)
rbb/Marvin Wenzel

Kleisteck Berlin - "Banksy: A Vandal Turned Idol"

Das Interesse an dem mysteriösen Street-Artist Banksy, der seine Werke heimlich an Wände sprayt und dessen Identität bis heute immer noch nicht offiziell gelüftet worden ist, bricht nicht ab. Überall auf der Welt schießen Banksy-Ausstellungen wie Pilze aus dem Boden. Seit dem 1. Dezember 2023 hat wieder eine in Berlin eröffnet, die vorher schon in über 30 anderen Städten rund um den Globus zu sehen gewesen ist: "Banksy: A Vandal Turned Idol" heißt sie und zeigt einige Banksy-Originalwerke.

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Edvard Munch: Sommernacht am Strand, 1902/03 © Privatsammlung
Privatsammlung

Museum Barberini - "Munch. Lebenslandschaft"

Wer sich in das Werk des Künstlers Edvard Munch vertiefen will, hat in diesem Herbst in Berlin und Brandenburg die einmalige Gelegenheit, das anhand von gleich zwei großen Ausstellungen zu tun: Nach der Berlinischen Galerie, die dem Verhältnis des Norwegers zu Berlin nachspürt, wo er zeitweise lebte und arbeitete, rückt das Museum Barberini in Potsdam mit der Ausstellung "Munch. Lebenslandschaft" seine Faszination für die Natur in den Fokus.

 

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Harald Metzkes: Abtransport der sechsarmigen Göttin, 1956 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Neue Nationalgalerie - "Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft"

Was die Sammlung der Berliner Nationalgalerie an Kunst des 20.Jahrhunderts umfasst, wird sich erst wirklich enthüllen, wenn der dafür vorgesehene Neubau neben der Neuen Nationalgalerie fertiggestellt ist. Denn der Mies-van-der-Rohe-Bau bietet lediglich Platz für einen kleinen Ausschnitt davon. Bis 2025 wird dort jetzt Kunst gezeigt, die zwischen 1945 und 2000 entstand – ein Zeitraum, in dem doppelt und gänzlich Verschiedenes gesammelt wurde, denn es war die Zeit der deutschen Teilung mit einer Nationalgalerie in Ost und in West.

 

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Schmidt-Rottluff - "Römisches Stilleben", 1930 © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Brücke-Museum und Schinkel Pavillon - Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit

"Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit" ist der Titel eines Episoden-Films von Alexander Kluge, der das Ineinanderwirken der zeitlichen Ebenen von Vergangenheit – insbesondere dem Zweiten Weltkrieg – Gegenwart und Zukunft thematisiert. Jetzt, wo mitten in Europa wieder ein Krieg stattfindet, überschreibt Kluges Filmtitel eine Ausstellungskooperation zwischen dem Brücke-Museum in Zehlendorf und dem Schinkel Pavillon in Mitte, zu Repräsentationszwecken der DDR-Staatsführung errichtet und heute von einem Kunstverein genutzt. An beiden Standorten zeigt die Ausstellung historische und zeitgenössische Werke, die durch Krieg und Unterdrückung geprägt sind.

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Edvard Munch: Rot und Weiß © MUNCH, Oslo / Halvor Bjørngård
MUNCH, Oslo / Halvor Bjørngård

Berlinische Galerie - "Edvard Munch. Zauberer des Nordens"

Dieser Herbst steht im Zeichen des norwegischen Malers Edvard Munch – mit gleich zwei großen Ausstellungen in Berlin und Potsdam, auf die im Dezember schließlich noch ein Kinofilm folgt. Den Auftakt, mit zahlreichen Leihgaben des Munch-Museums in Oslo, macht die Berlinische Galerie, die dem Bezug des Malers zu Berlin nachspürt.

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Fotografiska: Fotografiska: Zeitgenössisches Museum für Fotografie, Kunst und Kultur in der Oranienburger Str. in Berlin © Jens Kalaene/dpa
Jens Kalaene/dpa

Eröffnung am 14. September - Fotografiska: Zeitgenössisches Museum für Fotografie, Kunst und Kultur

"Im Herzen Berlins wächst ein außergewöhnlicher Ort. Für Wohnen, Arbeiten und Einkaufen auf höchstem Niveau. Für eine Bereicherung der Stadt mit Kunst und Kultur." So wird das "spannendste städtebauliche Projekt" Berlins beworben: Das Quartier, das die Schweizer Architekturfirma Herzog & de Meuron auf dem Areal rund um das ehemalige Kunsthaus Tacheles in Mitte errichtet hat. Auch das Tacheles selbst ist saniert worden und wird künftig ein zeitgenössisches Museum für Fotografie, Kunst und Kultur beherbergen: Fotografiska.

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Isa Genzken: DER JUNGE GEWICHTHEBER, 2004 (Ausstellungsansicht "Isa Genzken. 75/75, Neue Nationalgalerie, 2023 © Galerie Buchholz / VG Bild-Kunst, Bonn, 2023 | Foto: Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Jens Ziehe
Galerie Buchholz / VG Bild-Kunst, Bonn, 2023 | Foto: Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Jens Ziehe

Neue Nationalgalerie - "Isa Genzken. 75/75"

Die Bildhauerin Isa Genzken ist eine der international erfolgreichsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Sie ist Trägerin des Goslarer Kaiserrings, hat mehrfach an der documenta in Kassel teilgenommen und Deutschland auf der Biennale in Venedig vertreten. Trotzdem ist sie einem großen Publikum am ehesten bekannt als einstmalige Ehefrau des Malers Gerhard Richter, als für ihr künstlerisches Werk. Vielleicht ändert sich das mit der Retrospektive, die ihr die Neue Nationalgalerie in Berlin jetzt ausrichtet. Aus Anlass ihres 75. Geburtstags im November sind dort 75 Arbeiten Genzkens aus allen Schaffensperioden zu sehen.

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Am Seegarten: Zeitgenössische Kunst in historischen Bauten in Kirchmöser © Silke Hennig
Silke Hennig

Zeitgenössische Kunst in historischen Bauten in Kirchmöser - "Am Seegarten"

"Zwischennutzung" durch Kunst hat in Berlin und Umgebung Tradition: Vom Palast der Republik in der Mitte der Hauptstadt bis hin zum allsommerlichen Ausstellungsprojekt "Rohkunstbau", das über die Jahre schon alle möglichen leerstehenden Schlösschen in Brandenburg wenigstens vorübergehend dem Vergessen entrissen hat. In diesem Sommer lockt ein neues Ausstellungsprojekt auf eine Halbinsel am Rande von Brandenburg an der Havel: "Am Seegarten – Zeitgenössische Kunst in historischen Bauten in Kirchmöser".

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"Eva Fàbgregas. Devouring Lovers": Ausstellungsansicht © Eva Fàbregas, Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart | Foto: Jacopo La Forgia
Eva Fàbregas, Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart | Foto: Jacopo La Forgia

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart - Eva Fàbregas: Devouring Lovers

Die junge katalanische Bildhauerin Eva Fàbregas ist hierzulande noch ein weitgehend "unbeschriebenes Blatt" – dabei sind ihre "Soft Sculptures" aus Stoff oder Kunststoff kaum zu übersehen: bunt und groß. Ihre bislang größte Arbeit hat die Mitdreißigerin aus Barcelona jetzt für die monumentale Historische Halle des Hamburger Bahnhofs in Berlin entwickelt.

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Königliche Porzellanmanufaktur Berlin / Wilhelm Christian Meyer: Allegorische Figur, Afrika darstellend, um 1767 © Königliche Porzellanmanufaktur Berlin / Wolfgang Pfaude
Königliche Porzellanmanufaktur Berlin / Wolfgang Pfaude

Schloss Charlottenburg - Schlösser. Preußen. Kolonial.

Im Deckengemälde des berühmten Porzellankabinetts im Schloss Charlottenburg greift ein kleiner Schwarzer Junge in die Speichen des aufsteigenden Tages. Steht das Bild für Schwarze abwertende Menschenbilder des Barock und vielleicht auch unserer Zeit? Hat es eine Verbindung zum Menschenhandel, mit dem Brandenburg-Preußen einige Jahrzehnte versuchte, reich zu werden? Die Ausstellung "Schlösser. Preußen. Kolonial" im Schloss Charlottenburg versucht, solche Spuren aufzudecken.

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Judit Reigl: Ausbruch / Outburst, 1956 © ungary © Fonds de dotation Judit Reigl
Fonds de dotation Judit Reigl

Neue Nationalgalerie - Judit Reigl. Kraftfelder

Die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ist gut erforscht – sollte man meinen. Doch immer wieder tauchen Künstler und vor allem Künstlerinnen auf, die zwischenzeitlich vergessen wurden oder gar nie die Bekanntheit erlangten, die sie eigentlich verdient hätten. Die Malerin Judit Reigl ist so ein Fall.

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Tolia Astakhishvili u. James Richards: Tenant, 2021 © Tolia Astakhishvili u. James Richards; Cabinet, London; Isabella Bortolozzi, Berlin; LC Queisser, Tblisi; Rodeo, London und Piraeus
Tolia Astakhishvili u. James Richards; Cabinet, London; Isabella Bortolozzi, Berlin; LC Queisser, Tblisi; Rodeo, London und Piraeus

Haus am Waldsee - Tolia Astakhishvili: The First Finger (Chapter II)

Das Haus am Waldsee in Berlin-Zehlendorf ist seit 1946 ein Ausstellungsort für internationale Gegenwartskunst. Gebaut wurde es aber als Wohnhaus im englischen Landhausstil. Die georgische Künstlerin Tolia Astakhishvili greift in ihrer Ausstellung "The First Finger (chapter II)" die Idee des Wohnhauses wieder auf und verwandelt das Haus am Waldsee in eine raumgreifende Installation.

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Kunst aktuell © radio3
radio3

Wiedereröffnung des Berliner Landesmuseums für Moderne Kunst - Berlinische Galerie: Nasan Tur und Julius von Bismarck

Seit Anfang Februar war Berlins Landesmuseum für Moderne Kunst, die Berlinische Galerie, geschlossen. Um das Haus nachhaltiger zu machen, wurde die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt. Zur Wiedereröffnung präsentiert das Museum u.a. zwei Ausstellungen zweier Künstler, die sich mit dem machtvollen Verhältnis des Menschen zur Natur beschäftigen: Nasan Tur und Julius von Bismarck.

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Tilla Durieux: Porträt-Aufnahme; Foto: Alex Binder, Berlin, 1925 - 1927 © Akademie der Künste, Berlin, Tilla-Durieux-Archiv
Akademie der Künste, Berlin, Tilla-Durieux-Archiv

Georg Kolbe Museum - Tilla Durieux. Eine Jahrhundertzeugin und ihre Rollen

Sie war ein gefeierter Bühnenstar und eine der meistporträtierten Frauen ihrer Zeit: die Schauspielerin Tilla Durieux. Geboren 1880 in Wien starb sie im hohen Alter von 91 Jahren in ihrer Wahlheimat Berlin, wo sie auch begraben ist. Ganz in der Nähe ihrer Grabstelle auf dem Friedhof Heerstraße, im Georg Kolbe Museum in Neu-Westend, ist jetzt eine Ausstellung zu sehen, wo sich die "Tilla", wie sie die Berliner nannten, als schillernde Ikone insbesondere aber auch als Zeitzeugin des 20. Jahrhunderts entdecken lässt.

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Albrecht Dürer :Das Rhinozeros, 1515, Holzschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

12.05. - 27.08.2023 - Dürer für Berlin. Eine Spurensuche im Kupferstichkabinett

Nicht jeder zu Lebzeiten erfolgreiche Künstler bleibt auch der Nachwelt in Erinnerung. Einer der wenigen, die zu allen Zeiten geschätzt wurden, ist Albrecht Dürer. Das Berliner Kupferstichkabinett besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen seiner Handzeichnungen und Druckgraphiken – weil dieser herausragende und umfangreiche Dürer-Bestand gezielt für Berlin als Hauptstadt des 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreichs gesammelt wurde. Die Ausstellung "Dürer für Berlin" zeichnet die Entstehung der Dürer-Sammlung des Kupferstichkabinetts im Wechselspiel zwischen Politik und der (noch jungen) kunsthistorischen Forschung nach.

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Gallery Weekend Berlin 2023_Galerie Esther Schipper zeigt Variation von Hito Steyerls "Environments Animal Spirits" von 2022_foto: Hito Steyerl, VG Bild-Kunst/Kunsthaus Graz/J.J. Kucek
Hito Steyerl, VG Bild-Kunst/Kunsthaus Graz/J.J. Kucek

28. - 30.04.2023 - Gallery Weekend Berlin

Rund 50 Berliner Galerien laden seit nunmehr 19 Jahren immer im Frühjahr zu einem Gallery Weekend – mit besonderen Ausstellungen und ausgedehnten Öffnungszeiten. Nicht jeder darf diesem ausgewählten Kreis angehören, aber viele schließen sich trotzdem an: Auch Institutionen, Projekträume und private Sammler machen spezielle Ausstellungsangebote und Führungen. Nach drei Jahren Pandemie-bedingter Einschränkungen holt die Kunststadt Berlin an diesem Wochenende tief Luft.

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AdK: MACHT RAUM GEWALT. Planen und Bauen im Nationalsozialismus © Tomas Fitzel
Tomas Fitzel

Akademie der Künste - "MACHT RAUM GEWALT. Planen und Bauen im Nationalsozialismus"

Fünf Jahre lang erforschte eine Unabhängige Historikerkommission, bestehend aus 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, im Auftrag des Bundesbauministeriums das Bauwesen im Nationalsozialismus in all seinen Facetten. Angefangen beim einfachen Siedlungsbau, über den Autobahnbau über die Planungen für die Umgestaltung Berlins und München mit Monumentalbauten bis zu dem ganzen Lagersystem. Am Dienstag wurde das Ergebnis vorgestellt: eine vierbändige Publikation, 1.300 Seiten schwer. Zugleich zeigt die Akademie der Künste am Pariser Platz eine Ausstellung zum Thema.

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Podcasts

Podcast | Banksy - Rebelllion oder Kitsch © rbb
rbb

Banksy – Rebellion oder Kitsch?

Wer ist Banksy? Mit spektakulären Aktionen sorgt der anonyme Street Art Künstler weltweit für Aufmerksamkeit. Seine Schablonen-Graffitis zieren Hauswände und öffentliche Gebäude, Kaffeetassen und T-Shirts und erzielen bei Auktionen Rekordsummen. Banksy ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der internationalen Kunstszene. Und dennoch ist wenig über ihn bekannt. Viele Mythen ranken sich um seine Identität.

Die neunteilige Podcast-Serie, produziert von rbbKultur, erzählt erstmals detailliert die Geschichte von Banksy – zu hören exklusiv in der ARD Audiothek.

Kunst aktuell © radio3
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